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Besuch in der ehemaligen Synagoge in Fellheim

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Auch in diesem Jahr besuchte die 9. Jahrgangsstufe die ehemalige Synagoge in Fellheim. Anlass dazu gab die Beschäftigung mit dem Thema „Judentum“ im Religionsunterricht, aber auch die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im Geschichtsunterricht. Zugleich bot sich hier eine sinnvolle Ergänzung zur Fahrt ins ehemalige KZ Dachau. Denn während man dort einen Einblick davon erhält, wie die Nationalsozialisten mit ihren Gegnern umgingen, zeigen sich in Fellheim die Auswirkungen auf das Leben der Menschen in dieser Zeit. Herr Müller und Herr Herrmann führten anhand des Ortsbildes und Zeitzeugenberichten anschaulich vor Augen, wie jüdische Familien quasi aus dem Nichts aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen wurden und ihrer Existenz beraubt wurden.

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Auch die baulichen Maßnahmen an der Synagoge selbst, die beinahe als „Dönerbude mit Freiausschank“ geendet wäre, sind ein Zeugnis dafür, wie schwer sich die Nachkriegsgeneration mit dem Erbe dieser Zeit tat. Durch die teilweise Rekonstruktion des Gebäudes, durch frühere Abbildungen, aber auch durch Gegenstände aus dem jüdischen Glaubensleben und nicht zuletzt durch den Besuch des jüdischen Friedhofs bekamen die SchülerInnen ein Gespür dafür, wie jüdisches Leben früher den Ort Fellheim prägte. Angesichts steigender Antisemitismus-Vorfälle muss es unsere Aufgabe sein, dieses Gespür wachzuhalten.

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