header9.jpg

Zu Besuch im Kloster

Auf den Weg ins Kloster Maria Eich in Planegg machten sich Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse mit ihrem Lehrer Herrn Schraut. Doch es handelte sich dabei nicht um eine Pilgerfahrt, sondern um eine Fahrt auf den Spuren des hl. Augustinus.

18 01 07 Klosterbesuch 1a

Mit ihm und seiner Biographie, die er in den „Bekenntnissen“ ausführlich darstellt, beschäftigten sich die Zehntklässler seit Beginn des Schuljahres im Lateinunterricht. Dabei lernten sie ihn als einen Menschen kennen, der sich ein Leben lang auf der Suche befindet, auf der Suche nach der endgültigen Wahrheit – die er letztendlich nach seinem Bekehrungserlebnis in der Erkenntnis Gottes findet. Doch sein Weg verläuft nicht geradlinig, sondern führt ihn auf Zick-Zack-Kurs dorthin.

In Maria Eich lernten die Schülerinnen und Schüler das Leben einer Ordensgemeinschaft kennen, die sich genau auf diesen Augustinus beruft. Bei der Ankunft wurden wir von P. Matthäus und den beiden Novizen Philipp und Michael begrüßt. Diese gaben uns zunächst eine Führung über das Wallfahrtsgelände. Die Wallfahrt geht zurück auf die Verehrung einer Marienstatue, die Buben im 18. Jh. in die Asthöhle einer Eiche stellten. Beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den Votivgaben, die sich im Laufe der Zeit in der Kapelle angesammelt hatten, darunter eine Tafel eines Dachauer KZ-Häftlings, der sein Überleben auf die Hilfe Marias zurückführt.

In der modern gestalteten Kirche bot sich dann die Gelegenheit, Fragen zum Orden und der Lebensweise der Augustiner heute zu stellen. Dabei interessierten sich die Schülerinnen und Schüler u.a. dafür, welche Gründe zum Eintritt in den Orden führten, wie die Reaktionen der Familien darauf aussahen oder welche Berufe man als Mitglied des Ordens ausübt. Besonders in der Lebensgeschichte von Br. Michael zeigten sich Parallelen zum Leben des Augustinus: Er gab nach erfolgreich absolviertem Jura-Studium seine Mitarbeiter-Stelle an der Uni auf, um in den Orden einzutreten, weil er hier den „echten Sinn“ im Leben für sich erkannte.

18 01 07 Klosterbesuch 2a

Mit einer kurzen Führung durch die Wohnräume des Klosters, die Küche und die Rekreation (Wohnzimmer), die aufgrund der kleinen Konventsgröße eher familiär wirkten, endete die Exkursion ins Kloster.

18 01 07 Klosterbesuch 3a

Die Fahrt wurde durch einen Zuschuss des Fördervereins ProVöhlin erst ermöglicht. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Drucken E-Mail