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EU-Vortrag für die Q11

Die Auswirkungen der EU auf deutsche Unternehmen

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Welchen Nutzen zieht die deutsche Wirtschaft aus der Mitgliedschaft in der EU? Worin bestehen die Nachteile durch Regulierungen auf europäischer Ebene? Was wird aus der EU im Hinblick auf Brexit, die italienische Staatsverschuldung und die unterschiedliche Haltung in der Flüchtlingsfrage? Auf derartige Fragen erhielten die Schüler der 11. Jahrgangsstufe am 24. Oktober in der Aula unseres Gymnasiums fundierte Antworten aus erster Hand.
Auf Einladung des Europabüros der Stadt Memmingen erläuterten Herr Schaller, Vorstandsmitglied der Goldhofer AG, und Herr Post, Vorstandsmitglied der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, die Auswirkungen der EU auf deutsche Unternehmen. Eingeleitet wurde der Vortrag durch eine Begrüßung Manfred Schilders, in der der Oberbürgermeister auf die europäische Idee vor dem Hintergrund des bereits lang andauernden europäischen Friedens verwies.
Im Anschluss daran erklärte Herr Schaller die weltweite Ausrichtung der Firma Goldhofer. Dabei betonte er insbesondere die Vorteile des europäischen Binnenmarktes. Fehlende Wechselkursschwankungen und Zölle sowie die gemeinsame Währung erweisen sich seit jeher als äußerst positiv für exportorientierte Unternehmen. So gelangen ca. 50% der exportierten Güter der Firma Goldhofer in das europäische Ausland. Abschließend stellte Herr Schaller auch die dualen Studiengänge des Unternehmens in Kempten und Augsburg vor. Danach erläuterte Herr Post die Hintergründe zur europäischen Bankenregulierung. Kritisch betrachtete er nicht nur die aktuelle Zinspolitik der EZB, sondern auch die von der EU angestrebte Tendenz, eine Vergemeinschaftung aller Sicherungssysteme vorzunehmen. Nicht fehlende Solidarität, sondern andere Voraussetzungen bei der Risikolage der Banken in den unterschiedlichen europäischen Ländern seien hierbei das Problem. Zuletzt präsentierte auch er die Möglichkeit eines dualen Studiengangs oder einer Ausbildung im Bankensektor.
Abschließend konnten die Schüler unter Leitung von Herrn Oberstudiendirektor Arnold weitere Fragen an die Referenten stellen. In dieser Diskussionsrunde betonten die beiden Experten, dass die aktuelle Lage Italiens schwerwiegende Folgen für den europäischen Wirtschaftsraum nach sich ziehen könnte. Aber auch die Bewertung des Brexits zeige deutlich, dass sich die EU derzeit in einer Umbruchsphase befinde. Für die Zukunft werden die Mitglieder aber vor allem mit der großen Herausforderung zu kämpfen haben, unterschiedliche Wertevorstellung aller Mitgliedsstaaten zu bündeln.

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