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Theater am Vöhlin

Am Vöhlin gibt es mehrere Theatergruppen. Hier finden Sie entsprechende Hinweise und Berichte.

Junges Theater Vöhlin 2018

Brecht mit Pfeffer und Schweinereien

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Was man als engagierte Schultheatertruppe aus einem fast 100 Jahre alten Werk von Brecht zaubern kann, zeigte das Junge Theater Vöhlin in Regie von Bernd Scheiter auf der Bühne der Vöhlin-Aula. In dem gut zweistündigen Stück „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ holten die ca. 30 Mitwirkenden alles aus sich und Brecht heraus. Während es Brecht vor allem um die Kapitalismuskritik in der Weimarer Republik ging, hatten die Jugendlichen einen wachen Blick für ihre eigene Gegenwart und überraschten im Minutentakt mit originellen Ideen.

Erzählt wird die Geschichte von vier Freunden, Holzfällern aus Alaska, die nach all der Mühe und Arbeit endlich das Leben genießen wollen. Dazu gehen sie nach Mahagonny, einer von Kriminellen gegründeten Stadt, die in vielem an Las Vegas erinnert. Dort feiern sie, wie alle anderen auch, nach dem Motto „Fressen, Saufen, Lieben und Boxen“. Als einem von ihnen aber das Geld ausgeht, zeigt Mahagonny sein unbarmherziges Gesicht.

Die Schüler des Vöhlin-Gymnasiums führten mit beeindruckender Spielfreude in satirischen Bildern den Wahnsinn der Konsumgesellschaft vor Augen. Etwa, wenn Luis Stemmer als Jakob Schmidt beim großen Fressen heldenhaft aber tot neben einem Schweinskopf auf der Festtafel einschlägt. Oder wenn Sulamith Esser als der Verbrecher Tobby Higgins ein VW-Emblem um den Hals trägt, sich auf ein Auspuffrohr stützt und dem Richter Geldscheine zusteckt. Dann ist auch klar, nach Parallelen zwischen damals und heute muss nicht lange gesucht werden.
Mahagonny ist ein Stück mit viel Tempo, aber auch ruhigen und musikalischen Elementen. So durfte natürlich der „Alabama Song“ nicht fehlen, den Julia Gehringer als Jenny zusammen mit den Mädchen von Mahagonny hinreißend sang. Elias Kohler, der am Vormittag noch als Landessieger bei „Jugend forscht“ bei einem Staatsempfang im Maximilianeum geehrt worden war, zeigte abends in der Hauptrolle als Paul Ackermann, dass er nicht nur als Physiker, sondern auch als Schauspieler über herausragende Fähigkeiten verfügt. Seine Freunde und Holzfäller-Kollegen, Felix Schachenmayr, Tobias Voran und Luis Stemmer gaben mit ihm ein unvergessliches Quartett ab. Die ganze bestens gelaunte Theatertruppe präsentierte mit gekonnter Gestik, Mimik, Haltung und Sprache in einem bunten Bühnenbild ein kurzweiliges Spektakel. Viele der Mitwirkenden sind bereits seit der 5. Klasse Jahr für Jahr in den Theatergruppen dabei, suchen gemeinsam die Stücke aus und erarbeiten vieles bei den gemeinsamen Theatertagen in der Jubi Babenhausen.

Die beiden Theaterabende in der Vöhlin-Aula wurden so wieder einmal zu echten Theaterfesten für die gesamte Schulfamilie. War doch das schillernde Theaterprojekt Beleg dafür, dass man mit gutem Zusammenhalt, Mut und Spaß Großes erreichen kann.

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Das Junge Theater Vöhlin 2018: Elisabeth Frasch, Vincent Esser, Majka Ruf, Elias Kohler, Tobias Voran, Luis Stemmer, Felix Schachenmayr, Julia Gehringer, Amelie Keßler, Daniela Gröner, Katarina Schütte, Sulamith Esser, Emma Czech, Anna-Maria Nattenmiller, Alina Haupt, Eva Ebel, Caroline Engel, Juri Soloviev, Sandra Schüler, Lea Heinle, Lena Rieder, Anja Höbel, Bernhard Lewin, Bernd Scheiter (Regie)

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Co-Produktion des Mittel- und Unterstufentheaters

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Das Mittel- und Unterstufentheater des Vöhlin-Gymnasiums brachte gemeinsam das zum Nachdenken anregende Jugendtheater „COMMUNICATE.ME – Reden ist Silber. Chatten ist Gold.“ von Ulrike Winkelmann auf die Bühne.

Sie sind ganz gewöhnliche Jugendliche, wohnen in derselben Stadt und gehen auf dieselbe Schule. Sie suchen Verständnis, Trost und den Kick oder die Wahrheit. Und irgendwann beginnen sie damit, in Chatrooms zu kommunizieren, die das erfüllen, was ihnen die reale Welt nicht zu geben scheint. Alles kein Problem, bis eines Tages der Glaube an die Chatpartner „Madonna“ und „Lichtengel“ Freundschaften unwichtig macht und ein Leben verändert … sogar bis in den Tod.

Unter Mittelstufentheater 2

In drei miteinander verwobenen Geschichten von Jugendlichen wurde gezeigt, was die Motive sein können, sich unbewusst immer mehr in der virtuellen Welt zu verlieren und dort nach Antworten und Verständnis zu suchen. Diese hoch aktuelle und lebensnahe Thematik inszenierte die junge Schauspieltruppe sehr gekonnt und sie zog so das Publikum in ihren Bann. Geschickt und anschaulich wurden beispielsweise die unsichtbaren, schnell nicht mehr kontrollierbaren Machenschaften des Chatrooms und die abstrakten Internetgefahren durch drei im Netz umherschwirrende „Geister“ allegorisch umgesetzt. Ebenso wurde der Reiz thematisiert, im Netz genau das zu verkörpern, was man sein möchte: Ein unscheinbares Mädchen, Einzelgängerin, setzte sich im Chatroom überzeugend als mutige, draufgängerische Skaterin in Szene. Aber auch dramatische Lebensveränderungen ließen sich auf der Bühne beobachten. Ein junges Mädchen fand im Chatroom vermeintlich Verständnis für ihre Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Vater. Ihr Chatpartner „Lichtengel“ ermutigte sie sogar, sich das Leben zu nehmen, um wieder bei ihrem geliebten Vater zu sein. Mit ihrem Sprung in den Freitod und den vor Entsetzen erstarrten Minen der Jugendlichen endete ein äußerst gelungener Theaterabend.

Unter Mittelstufentheater 3

Es spielten: Hörner Julia, Heuschmid Benjamin, Kohler Simon, Walter Nina, Esser Vincent, Gröner Daniela, Nattenmiller Anna-Maria, Höbel Anja, Böhm Tamara, Heuschmid Belinda, Jarosch Celina, Nagler Felicitas, Noszkovics Ria, Walkenhorst Emilia, Griepentrog Laura, Hope Shawna und Lechner Luca-Marie.

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Grandiose Inszenierung von Millers Hexenjagd

Eine Stimme aus dem Off ertönte. Sie verkündete, dass Hysterie, Panik und Machtmissbrauch um sich griffen. Ein durchdringender Ton. Dunkle Trommelklänge. Tanzende Frauen. So die ersten Eindrücke auf der Bühne. Mit Arthur Millers Hexenjagd entführte das Junge Theater Vöhlin seine Zuschauer an zwei Abenden in eine Welt aus Aberglaube, Angst und Leichtgläubigkeit, aber auch aus Machtgier und Egoismus.

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hinten v.l.n.r.: Constanze Nagler, Leonie Teßner, Felix Schachenmayr, Elias Kohler / vorne v.l.n.r.: Alina Haupt, Sulamith Esser, Elisabeth Frasch

Die Handlung spielt in Salem, einem Ort in Neu England, dessen Bewohner Nachfahren der Pilgrim Fathers sind. Ihrem Glauben nach ist das Leben harte Arbeit, weshalb auch jedwede Vergnügungen verboten sind. Doch nicht alle Bewohner halten sich an diese strikte Lebensweise. Eine Gruppe junger Mädchen bricht mit den Regeln und tanzt, teilweise nackt, im Wald. Da ihnen bewusst ist, dass ihr Handeln harte Strafen nach sich ziehen kann, täuschen sie satanische Anfälle und Krankheit vor. Dies wiederum führt dazu, dass das Gerücht von Hexerei aufkommt, denn Ärzte können die vermeintlichen Krankheiten nicht erklären. Ein daraufhin geführter Gerichtsprozess wird zu einer regelrechten Hexenjagd. Verschiedene Parteien innerhalb des Ortes nutzen aber diesen Prozess, um mehr Einfluss zu gewinnen und Eigeninteressen durchzusetzen, und klagen, auch um selbst der Strafe zu entgehen, immer mehr Einwohner an.

Mit Brillanz und enormem Talent verkörperten die jungen Schauspieler die verschiedenen Charaktere: u.a. wild kreischende, vom Teufel besessene Mädchen; einen lediglich seinen Ruf im Blick habenden puritanischen Pastor oder dessen weitaus kritischeren Pastorenkollegen John Hale sowie einen für die Wahrheit kämpfenden, aber daran zerbrechenden Bauern. Sie alle ließen die Zuschauer in die Abgründe des menschlichen Wesens blicken.

Hierin zeigt sich auch die Zeitlosigkeit des Stücks. Es offenbart, wie schnell Menschen bereit sind, gegen die eigene Vernunft zu handeln, aus Angst, aus Machtgier, aus Egoismus. Ebenso wird veranschaulicht, wie schwer es ist, in einer Gesellschaft, die kollektiv den Errungenschaften der Aufklärung abschwört, als aufrechter Mensch zu bestehen. In einer Zeit von Fake News, Populismus und neuen „starken Männern“ ein wieder aktuelles Thema, welches das Junge Theater Vöhlin beeindruckend umsetzte.

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Aufführung der Theatergruppe der Unterstufe

Nachdem wir die Eingangsszene unseres Theaterstückes bereits am Montag bei tropischen Temperaturen im Rahmen der Veranstaltung „bunt statt blau“ auf der Bühne zum Besten gegeben haben, war es am Abend des 13. Juli – bei angenehmeren Temperaturen endlich soweit: Vorhang auf für „De[n] verzauberten Prinz“ (von Claudia Kumpfe)!

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Die Fröhlichen und die Miesepetrigen verstehen sich bekanntlich nicht. So auch in dieser Märchenkomödie, in der zwei böse Hexen (gespielt von Maya Musch, 6e und Lena Seefelder, 6b) fröhliche Menschen nicht ausstehen können. Sie brauen einen scheußlichen Zaubertrank, und mit Hilfe ihrer Katze (Laura Griepentrog, 6e) und ihres Raben (Elena Weinberg, 5c) sorgen sie dafür, dass der sonst immer fröhliche Prinz (Rea Pfeiffer, 5c) nur noch heult. Gebraucht wird ein mutiger Prinz, der sich aber nicht findet. Doch ein kleines, elternloses Mädchen (Luca-Marie Lechner) kommt mit Mut und Köpfchen daher und besiegt mit Hilfe der Fee (Ronja Adam, 6c) und der Dienerinnen (Celina Jarosch, 6a und Destina Güler, 5c) die Hexen. Zum Dank wünscht sie sich nicht das halbe Königreich, sondern eine Heimat, die ihr Königin (Angelina Röck, 6c) und König (Eric Müller, 5c) nur zu gerne bieten.

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Mit Begeisterung und Spielfreude haben die jungen Schauspieler es verstanden, das Publikum zu unterhalten. Ins rechte Licht wurden sie von unserem Technikteam gesetzt, Marco Mair war für die Tonaufnahmen der Erzählerin verantwortlich, während Frau Musch und Anna Scheitzeneder die Künstler professionell schminkten. Der Bühnenaufbau lag in den bewährten Händen von Hausmeister Andi Lorenz und Team, das tolle Plakat hat Frau Müller-Pollack für uns entworfen. Allen, die uns bei unserer Aufführung in vielfältiger Weise unterstützt haben, ein herzliches Dankeschön, auch an den Elternbeirat für den süßen Lohn.

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Im Namen der Theatergruppe

Claudia Schmaus

 




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Mittelstufentheater: „Ey, ist ja total crazy hier!"

Als passende „Warnung“ zum diesjährigen Pfingstferienbeginn an einem berüchtigten Freitag, dem 13., präsentierte am Mittwoch und Donnerstag davor das Mittelstufentheater des Vöhlin-Gymnasiums die komödiantische Robinsonade „Suvival“ oder „Freitag, der 13“.

 

Wer an einem Freitag, dem 13., eine Flugreise unternimmt, muss damit rechnen, dass der Flug nicht planmäßig verläuft. So geschieht es auch zehn Passagieren, die sich nach einer Notwasserung zusammen mit dem Piloten, der den sprechenden Namen „Erich Blaumann“ trägt, und zwei sehr auf ihr Styling bedachten Stewardessen fernab aller Zivilisation auf einer einsamen Insel im Pazifik wiederfinden.

Notgedrungen müssen eine Neurotikerin, eine Optimistin, ein Geschäftsmann, ein Sportler, ein Terrorist, ein Macho, ein Computerfreak, ein Opa, ein Touri und ein Leser miteinander auskommen und das Überleben organisieren, auch wenn hier doch recht unterschiedliche Charaktere zusammengefunden haben. Als dann noch eine Gruppe Abenteuerurlauber (Camper, Hippie, Psychologin) auftaucht und Eingeborene gesichtet werden, beginnt die Lage dramatisch zu werden, bis sich durch eine überraschende Wende alles auflöst: „Achtung! Achtung! Hier spricht die Produktionsleitung von „Surviver – Das Leben der anderen“. Lassen Sie die beiden sofort frei. Es handelt sich um die Moderatoren unserer Fernsehsendung! Das Ganze ist eine Unterhaltungsshow.“

Die sowohl nach Auffassung der Schauspieler als auch nach Kommentaren des Publikums zu urteilen äußerst lustige und unterhaltsame Komödie, die vom Literaturkurs der Stufe 12 des Städtischen Meerbusch-Gymnasiums unter der Leitung von Peter Reul verfasst wurde, sorgte für 80 Minuten Heiterkeit und fröhliches Gelächter in der Aula des Vöhlin-Gymnasiums.

Danke an alle, die uns bei unserem Theaterprojekt unterstützt haben: Schultechniker, Hausmeister Herr Lorenz, Maske, Souffleuse, Frau Müller-Pollack, Schulleitung, Eltern, Kollegium, Bewirtung durch die SMV, ...

Vielen Dank natürlich auch an die Zuschauer, die gekommen sind und uns so ihre Wertschätzung zum Ausdruck gebracht haben. Wir freuen uns auf unser nächstes Projekt!

Mittelstufentheatergruppe, M. Happ

Es spielten:

Stewardessen: Laura Gervais, Eva Kortschagin; Pilot: Elias Haug; Neurotikerin: Sandra Schüler; Geschäftsmann: Simon Kohler; Sportler: Tim Schlegel; Terrorist: Marco Fernandes; Macho: Vincent Esser; Optimistin: Despina Larou / Madeline Born; Computerfreak: Teresa Fürgut; Opa: Majka Ruf; Touri: Alina Haupt; Leser: Elisabeth Frasch; Moderatoren: Anja Höbel, Samuel Buck; Camper: Juri Soloviev; Hippie: Daniela Gröner; Psychologin: Madeline Born / Despina Larou; Regie: Mittelstufentheatergruppe und M. Happ




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